Geisenfelder Zeitung vom 07. Dezember 2014

Geisenfeld (GZ) Der Projektchor der Katholischen Militärseelsorge Arche Noah und das Bläserquintett Blechspielzeug haben am Samstag eine Stunde Advent versprochen – und sie hielten ihr Versprechen. Chor und Bläser unter der Gesamtleitung von Thomas Mayer waren Gast in der Stadtpfarrkirche.

Die Zuhörer waren eingeladen zu einer Stunde der Muße und Besinnung mit einem abwechslungsreichen Programm aus Texten und Musik zur Advents- und Vorweihnachtszeit.
„Alles hat seine Zeit– nun ist Advent": Mit diesen Worten begrüßte Militärpfarrer Wolfgang Bier die rund 150 Zuhörer. Abgegrenzte Zeiten wie die Adventszeit könnten, ja müssten das Lebengliedern, sie könnten der Seele Raum zum Innehalten und Entspannen geben, so der Geistliche. Der Rhythmus der Adventszeit wurde im Laufe des späten Nachmittags dabei sehr abwechslungsreich von dem mit rund 75 Sängerinnen und Sängern stattlich besetzten Chor und den Bläsern musikalisch herausgearbeitet. Neben bekannten amerikanischen Liedern wie „White Christmas" bildeten vor allem alte und junge deutsche adventliche Werke von Max Eham und Manfred Bühler den musikalischen Rahmen für meditative und besinnliche Texte von Anselm Grün, Peter Weismantel und Thomas Mayer. Dabei beeindruckte der Chor durch seine außerordentliche Klangfülle, da beinahe die Hälfte der Sänger Männerstimmen sind welchem Chor ist dieses Glück schon hold. Bedenkt man weiterhin die begrenzten Möglichkeiten zur Probe die Sänger kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und man trifft sich an nur zwei bis drei Wochenenden im Jahr zu Chor Wochenenden dann muss man feststellen, dass es Thomas Mayer geschafft hat, in kurzer Zeit aus Jung und Alt eine klanglich homogene Einheit zu bilden.
Das Bläserquintett Blechspielzeug hatte sozusagen ein Heimspiel. Die fünf jungen Instrumentalisten sind aus der Stadtkapelle Geisenfeld entstanden und haben sich der mehr klassischen Bläsermusik verschrieben. Markus Lackermair, André Müller (beide Trompete), Helena Neuhauser(Horn), Lorenz Neuhauser (Posaune) und Evelyn Hainzlmeier (Tuba) vermittelten dem Zuhörer in ihren drei klassischen Stücken eine ungewöhnlich transparente, kraftvolle Reinheit des Klanges. Die Leichtigkeit ihres Spiels beeindruckte schon bei ihrem ersten Stück, der Ouvertüre zur Wassermusik von Händel und setzte sich bläserisch ausdrucksvoll bei der Sonata aus den Bänkelsängerliedern fort.
Herzlicher Applaus ließ die Akteure ihre Strapazen bei der Probe zum Konzert vergessen. Der Leiter des Chores, Thomas Mayer, bedankte sich am Ende bei allen helfenden Händen, insbesondere bei Stadtpfarrer Thomas Stummer und seiner Mesnerin Marita Frank, sowie bei der Stadt Geisenfeld für die Unterstützung. Ein besonderer Dank galt weiterhin allen Zuhörern, die ihre Herzen und Geldbeutel öffneten, um das Waisenhausprojekt des Geisenfelder Vereins Tamatogozu fördern.